Die Hauptziele der Wissenschaft bestehen darin, neues Wissen zu produzieren und dieses erworbene Wissen weiterzuvermitteln. Die Forschung generiert neues Wissen, die Lehre ist für die Weitergabe des Wissens verantwortlich. Sie vermittelt zugleich die Grundlage wissenschaftlicher Forschung als auch den gegenwärtigen Stand der Forschung in unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen.
Forscher bedienen sich bestimmter Methoden, um nach neuen Erkenntnissen zu suchen. Ihre Funktion beschränkt sich jedoch nicht nur darauf. Sie sind gleichermaßen verpflichtet, die Erkenntnisse unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten systematisch zu dokumentieren und zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung muss so erfolgen, dass die Forschungsbefunde einer Überprüfung standhalten und auch von anderen genutzt werden können. Mit ihren Forschungsergebnissen treten Wissenschaftler an die Öffentlichkeit. Sie tauschen sich im Rahmen von Konferenzen oder Kongressen aus und arbeiten an internationalen Forschungsprojekten mit.
An Universitäten und Hochschulen besitzt neben der Lehre auch die Forschung einen hohen Stellenwert. Wissenschaft ist an bestimmte Werte gebunden. So soll Forschung vollkommen neutral sein, diese Forderung an die Wissenschaft geht noch auf Aristoteles zurück. Beim wissenschaftlichen Handeln stehen die Wahrheitssuche und die Problemlösung im Vordergrund. Wissenschaftler sollen sich kritisch mit eigenen und fremden Resultaten und Thesen auseinandersetzen. Teilbereiche der Wissenschaft sind unter anderem die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften sowie die Naturwissenschaften oder Ingenieurs-, Wirtschafts- oder Rechtswissenschaft.