Gesundheit im Wandel

Kategorie: Wellness & Gesundheit

Es gab Zeiten, da konnte man sich Gesundheit nicht leisten. Geld verdienen mit Löhnen um die zwei bis drei Groschen am Tag, und das bei zwölf bis sechzehn Stunden Arbeitszeit, ließen keine Zeit, um sich darum Gedanken zu machen. Erst, wenn sie dahin war, die Staublunge einem zu schaffen machte, die Gelenke schmerzten und ungenügende Ernährung den Körper ausgemergelt hatte, wurde man sich des höchsten Gutes bewusst. Im Lauf der Jahrhunderte, vor allem der letzten Jahrzehnte bekam die Gesundheit immer mehr Bedeutung zugestanden. Die Arbeitszeiten wurden angepasst, um dem Körper Zeit zur Erholung zu geben. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen und ergonomische Arbeitsplätze stellen sicher, dass man seiner Arbeit noch gewachsen ist. Zuletzt zwang man Raucher auf die Gesundheit ihrer Mitmenschen endlich Rücksicht zu nehmen. Viele Menschen sorgen durch bewusste Ernährung und Sport zusätzlich für ihr körperliches Wohlbefinden. Eigentlich ist endlich alles in Ordnung. Nun, wagen wir einen Zeitsprung nach vorne. Da gibt es einen Artikel, der beginnt: es gab Zeiten, da konnte man sich Gesundheit nicht leisten. Erzählt wird hier aber nicht aus den Tagen vor der Industrialisierung oder den Gewerkschaften und Gesundheitsverbänden. Es ist die Zeit um 2000 nach der Zeitenwende, heute. Medikamentenmissbrauch auf allen Seiten, unlogische und daher unwirtschaftliche Satzungen der Krankenkassen, Beschneidung der Ärzte in ihren Möglichkeiten und reichlich offene Händen im Bereich der Pharma-Unternehmen sorgen für Krankenkassen-Beiträge, die sich bald niemand mehr leisten kann. Um sie bezahlbar zu halten, werden Leistung minimiert. Unsere Gesundheit ist heute wieder in Gefahr und wieder geht es um Geld. Leider kennt den Artikel der Zukunft niemand, denn dann wüsste er, wie man aus diesem Dilemma herausfand.