Funktion und biologische Prozesse in einem 4-Kammer-Filter

Kategorie: Natur & Umwelt

Mittels einer Pumpe wird das verunreinigte Teichwasser über eine Rohr- oder Schlauchverbindung in die erste der 4 Filterkammern geleitet. Mehrkammerfilter sind für alle Arten von Teichen geeignet. Die Filterleistung lässt sich einfach über die Größe regulieren. So sind diese Filter für kleine Fischteiche bis zum Schwimmteich geeignet. Die über Öffnungen miteinander verbundenen Kammern sind mit unterschiedlichen Filtermaterialien von grob bis fein gefüllt. Häufig verwendete Materialien sind zylindrisch geformte Bürsten mit einer hohen Anzahl an Borsten für die grobe Filterung sowie Schaumstoffmatten für die feine Filterung. Hierdurch wird die Oberfläche der Filter erheblich vergrößert. Dadurch können sich mehr Bakterien ansiedeln. Es wird zwischen einer mechanischen und biologischen Filterung unterschieden. Beide Verfahren werden im 4-Kammersystem genutzt. Die mechanische Filtration beseitigt Fest- und Schwebstoffe, wie Futterreste und abgestorbene Pflanzenteile und entlastet dadurch die nächste Filterstufe. Die biologische Filtration sorgt über die sich im Wasser befindenden verschiedenen Bakterien für den abschließenden Reinigungsprozess. Für den Teich und das Filtersystem ist die so genannte “Umwälzrate” von entscheidender Bedeutung. Hierbei handelt es sich um die Menge an Wasser, die in einem angemessenen Zeitraum wirkungsvoll durch die Kammern der Anlage bzw. den Teich strömt. Dazu fließt das Wasser relativ langsam von der einen Kammer zur nächsten, damit sich die Bakterien an der angerauten und porigen Oberfläche der Filter besser ansiedeln können. Die Bakterien nehmen nun die im Teichwasser vorhandenen unerwünschten Stoffe, wie z. B. Ammoniak und Nitrit über die Nahrung auf und wandeln diese mittels “Verdauung” in erwünschte oder verträgliche Stoffe um (z. B. Nitrat). Optimale Voraussetzungen hierfür sind eine Wassertemperatur zwischen 18 °C und 30 °C, ein pH-Wert von 6,5 bis 8,5 sowie ausreichend Sauerstoff in der ersten Filterstufe. Ohne die Arbeit der Bakterien und letztendlich der Filter würden die im Wasser enthaltenen Stoffe giftig auf Fische und Wasserpflanzen wirken. Auch in einem Schwimmteich Dagobert Wiedamann