Bayrischer Wald – Auf den Spuren der Luchse

Kategorie: Reise & Urlaub

Der Bayrische Wald ist bekannt für seine Artenvielfalt – besonders im Naturpark Bayrischer Wald. Hier lebt auch der Luchs – ein imposantes Tier in der Größe eines Schäferhundes! Im Gebiet Bayrischer Wald kann man mit viel Glück beobachten, wie der Luchs im Mai oder Juni seine Jungen bekommt. Sicher ein Spektakel – aber vorsicht: Die Jungen bleiben ca. ein Jahr bei ihrer Mutter – und Mütter verteidigen ihre Jungen!

Der Luchs hatte im Landstrich Bayrischer Wald fast für die Ausrottung des Rotwildes gesorgt – daher erschoss man 1846 den letzten. Hundert Jahre später entdeckte man wieder Spuren des Luchses. Diese Nachweise liegen allerdings noch vor der Wiederansiedlung, was folgende Rückschlüsse vermuten lässt: Der Luchs war nie vollkommen ausgerottet oder vereinzelte Luchse wanderten aus anliegenden Gebirgen zu. Erst in den 80er Jahren wurden Luchse offiziell im Gebiet des Böhmerwaldes, also auf tschechischer Seite des Gebiets Bayrischer Wald, freigelassen.Menschen können nachtaktive Luchse leider meist kaum in freier Wildbahn erleben. Luchse sind Meister der Tarnung – und welcher Mensch hält sich schon mitten in der Nacht im Gebiet Bayrischer Wald auf? Man kann kaum behaupten, dass der Luchs direkt menschenscheu ist. Der Luchs ist ein Tarnungsmeister und damit geradezu unsichtbar für Menschen. Abwartend geduckt scheint es dem Luchs oft zu gelingen, die Besucher des Gebiets Bayrischer Wald zu beobachten, während diese ihn nicht wahrnehmen. Für alle, denen es doch gelingt, einem Luchs gegenüberzustehen, bleibt das einzig ratsame, sich hinzusetzen oder einfach nur stehenzubleiben. Der Luchs wird weiter beobachten und sich beizeiten wieder auf den Weg machen, weil er nichts mit seinem Gegenüber anzufangen weiß.