Grüner Tee

Kategorie: Essen & Trinken

Seit einigen Jahren erfreut sich grüner Tee einer wachsenden Beliebtheit bei den deutschen Teefreunden. Er wird vor allem wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt, wobei diese noch nicht endgültig wissenschaftlich bewiesen sind.

Im Gegensatz zu schwarzem Tee ist grüner Tee nicht fermentiert, sondern nur kurz geröstet oder gedämpft. Deshalb bleiben fast alle in den Blättern enthaltenen Wirkstoffe erhalten.

Die Teepflanze wird seit Jahrtausenden in China angebaut. Um 600 v. Chr. wurde die Verarbeitung zu grünem Tee erfunden. Um 780 n. Chr. wurde grüner Tee von buddhistischen Mönchen in Japan eingeführt. Dort wurde die Art der Zubereitung verändert. Die Japaner pressten den Tee nicht mehr, wie bis dahin üblich zu kleinen Ziegeln oder Kegeln, sondern malten ihn zu Pulver und gossen ihn dann mit kochendem Wasser auf. Zur Zeit der Ming-Dynastie (13681644) wurde es dann in China üblich, die Teeblätter in eine Kanne zu geben und zu überbrühen, wie es auch heute noch üblich ist.

Um alle Wirkstoffe zu erhalten, sollte grüner Tee nicht mit kochendem, sondern nur mit 60-80 Grad heißem Wasser aufgegossen werden werden. Pro Tasse sollte ein Teelöffel voll Teeblättern oder ein Beutel in die Kanne gegeben werden. Die losen Blätter können direkt in die Kanne oder einen Filter gelegt werden. Die Verwendung eines Tee-Eis ist nicht zu empfehlen, da sich darin das Aroma nicht frei entfalten kann. Soll der Tee eine anregende Wirkung haben, sollte er 2-3 Minuten ziehen, für eine beruhigende Wirkung bis zu 5 Minuten. Da grüner Tee schnell bitter wird, gießen erfahrene Grüntee-Trinker den Tee zunächst auf und gießen diesen ersten Tee direkt weg, um den Tee anschließend erneut aufzubrühen. Dadurch werden die Bitterstoffe ausgeschwemmt und der Tee erhält einen sehr viel milderen Geschmack.

Tags: ,