Traditionen zu Ostern, vom Eier bemalen bis Nester suchen

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Kaum ein anderes christliches Fest hat so viele verschiedene Bräuche, wie es beim Osterfest der Fall ist. Sehr bekannt sind die Osterfeuer. Dabei ist die Entzündung und die Weihung des Osterfeuers am Ostersamstag ein zentrales Ereignis für alle Christen. Die Osterkerze wird am Osterfeuer entzündet und feierlich in die abgedunkelte Kirche getragen.

Die meisten Osterfeuer stehen zudem als Symbol für die Auferstehung Christi. Zu heidnischen Zeiten wurden bereits Frühlingsfeuer entzündet und im Altertum was das Feuer heilig. Hiermit sollte die Sonne auf die Erde geholt werden, denn die Sonne stand für Fruchtbarkeit und Wachstum.

Ebenfalls ein sehr bekannter Brauch ist das Osterlamm. Im Alten Testament ist das Lamm ein Opfertier, das zum jüdischen Passahfest zum Gedenken an Gott geschlachtet wurde. Jesus selbst wird ebenfalls als Lamm Gottes bezeichnet. Am Osterfest wird meist kein echtes Lamm geschlachtet und verspeist, sondern eines aus Blätterteig gebacken und zum Osterkaffee verzehrt.

Nicht fehlen darf zu Ostern natürlich der Osterhase, der als Eierbringer aber erst seit Mitte des 17. Jahrhunderts bekannt ist. Evangelische Familien machten in der Reformationszeit den Osterhasen zum Lieferanten der Eier. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Osterhase durch viele Bilderbücher für Kinder richtig bekannt. Die Verbindung zum Hasen rührt daher, dass der Hase als Mondtier gilt.

Das Osterfest fällt immer auf den ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes und der Hase ist das Sinnbild der Fruchtbarkeit. Dass zu Ostern Ostereier gebracht werden, die bunt bemalt sind, ist darin begründet, dass früher in der Fastenzeit der Genuss von Eiern untersagt war. Mit dem Osterfest endet die Fastenzeit, sodass hier zuerst wieder Eier auf den Tisch kamen.

Seit Urzeiten steht das Ei schon für die Entstehung des Lebens und passt daher hervorragend zum Auferstehungsfest. Das Verstecken und Suchen der Ostereier geht ebenfalls auf eine biblische Geschichte zurück. Als die drei Frauen bemerkten, dass der Stein vor dem Grab Jesu entfernt worden war, klagte Maria Magdalena „Sie haben meinen Herren weggenommen und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben“. Das Verstecken von Ostereiern ist allerdings erst seit der Erfindung des Osterhasen belegt.

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